Wasser & Gesundheit

Alle Quellen von Truskawez — wofür welches Wasser getrunken wird

Alle Quellen von Truskawez — wofür welches Wasser getrunken wird

Das Truskawezer Vorkommen umfasst rund 25 Quellen, von denen 14 genutzt werden — etwa zehn verschiedene Wassertypen. Die konkrete Kombination verordnet der Sanatoriumsarzt, aber hier ist die Karte.

Die Trinkwässer

Naftusia (Quelle Nr. 1) — das Flaggschiff. Schwach mineralisiertes Wasser mit gelöster Erdöl-Organik; harntreibend, gallefördernd, der Daseinsgrund des Kurorts. Wird warm, nach Plan und nur an der Trinkhalle getrunken. Ausführlicher Artikel hier.

Maria (Nr. 2) — ein Chlorid-Sulfat-Wasser (Natrium-Magnesium) mittlerer Mineralisierung. Verordnet für Magen und Darm: chronische Gastritis mit verminderter Säure, träge Verdauung. Leicht salzig-bitter; viele finden es nach Naftusias Ölnote am bekömmlichsten.

Sofia (Nr. 3) — der kräftigste Klassiker: ein Chlorid-Sulfat-Wasser mit deutlicher Salznote. Getrunken für Leber, Gallenblase und zu Verstopfung neigende Verdauung; meist warm, damit die Salze sanft wirken.

Bronislawa (Nr. 4) — ein Natrium-Chlorid-Sulfat-Wasser, das man überwiegend nicht schluckt: Es ist das Gurgel- und Inhalationswasser des Kurorts, angewendet bei Hals-, Zahnfleisch- und Atemwegsbeschwerden. Fragen Sie nach dem separaten Hahn in der Trinkhalle.

Jusja (Nr. 11) — die Legende der Damenseite des Bades: nahezu mineralfreies Wasser, reich an glycerinartigen organischen Verbindungen, denen man historisch glättende Wirkung auf die Haut zuschrieb. Es verdiente sich den Namen „Wasser der Schönheit"; heute wird es getrunken und für kosmetische Spülungen genutzt. Die Wissenschaft ist dünn, die Tradition unwiderstehlich.

Bade- und technische Wässer

Mehrere hochmineralisierte Solen — Nachfahren der Salzquellen, die das Dorf jahrhundertelang ernährten — sind zum Trinken zu stark. Sie speisen die Mineralbadabteilungen: Natrium-Chlorid-Bäder für Gelenke, Kreislauf und Nerven sowie konzentrierte Sole für Perlbäder und Becken. Die Quelle Eduard und die historische Ferdinand-Gruppe im Adamivka-Park gehören zu dieser stärkeren Familie, neben Tiefensolen für balneologische Zwecke.

Wo man sie findet

Die Haupttrinkhalle (Buvet Nr. 1) im Zentrum schenkt Naftusia, Maria und Sofia aus — seit der Modernisierung gegen Bezahlung nach Volumen (36 UAH pro Liter, Stand 2025; eine verordnete Dosis kostet ein paar Hrywnja, bezahlt per aufladbarer Karte von der Kasse). Der Adamivka-Park bewahrt die romantischen historischen Quellen (Jusja, Ferdinand, Eduard und Co.) in kleinen Pavillons; nicht alle fließen ganzjährig. Badewässern begegnet man nur in den Kurabteilungen der Sanatorien.

Praktische Hinweise

Bringen Sie die lokale Erfindung mit oder kaufen Sie sie: die flache keramische Schnabeltasse, die den Zahnschmelz schützt und zugleich das beste Souvenir der Stadt ist. Legen Sie nie Wasservorräte „für später" an — jedes Truskawezer Wasser außer den starken Solen verliert schnell seine Kraft. Und nehmen Sie den Trinkplan ernst: Dies sind pharmakologisch aktive Wässer — genau deshalb wirken sie.